Profil

Irmela Roelcke - Foto: Astrid Ackermann

Irmela Roelcke verbindet in ihrer Arbeit das Konzertieren mit dem Lehren, das Ausüben mit dem Reflektieren und Vermitteln von Musik. Dabei entwickelt sie innovative Konzepte und dramaturgisch profilierte Programme.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Wiederentdeckung und Präsentation selten aufgeführter oder verschollener Klavier- und Klavierkammermusik. Beispielsweise hat sie die weltweit erste Einspielung des monumentalen Klavierquintetts von Artur Schnabel als CD bei cpo veröffentlicht.

Sie engagiert sich für die aktuelle Musik und realisierte die Aufführung von Werken für mehrere Klaviere. Exemplarisch hierfür stehen Frieze von John McGuire, Çoğluotobüsişletmesi von Clarence Barlow und die Enactments von Stefan Wolpe. Sie gehörte zum Pianistenensemble, das die Uraufführung der Farben der Frühe für sieben Klaviere von Mathias Spahlinger spielte.

Ferner widmet sich Irmela Roelcke den historischen Tasteninstrumenten Hammerflügel und Clavichord. Sie spielt in außergewöhnlichen Besetzungen unter anderem mit Cimbalon, Hackbrett und Psalterium Originalkompositionen und eigene Bearbeitungen aus fünf Jahrhunderten sowie eigens für diese Besetzungen in Auftrag gegebene Werke.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Autor und Filmemacher Alexander Kluge ist sie mit der Verwendung und Funktion von Musik in spartenübergreifenden Kontexten vertraut.

Sie hat vielfältige Projekte initiiert, die sie mit Musikern des Ensemble Modern, dem Ensemble Musikfabrik, dem Ensemble Surplus, der Staatskapelle Berlin, dem Filmorchester Babelsberg und der Anhaltischen Philharmonie Dessau, mit dem Klavierduo GrauSchumacher, dem Cellisten und Arpeggionespieler Gerhart Darmstadt, der Cimbalonspielerin Enikö Ginzery, dem Cellisten Mario Blaumer, der Geigerin Lena Neudauer sowie dem Pellegrini- und dem Bennewitz-Streichquartett realisiert hat.

Zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren ihre künstlerische Arbeit.

Irmela Roelcke leitet in Berlin eine eigene private Klavierklasse. Zudem wird sie immer wieder als Dozentin an die Hochschulen Hanns Eisler Berlin, Frankfurt am Main, Hannover, Luzern und Saarbrücken sowie die Universität der Künste Berlin eingeladen.

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